M-ERA.NET – Europäisches Fördernetzwerk für Materialien und Batterietechnologien
M-ERA.NET ist ein etabliertes europäisches Netzwerk öffentlicher Förderorganisationen mit dem Ziel, nationale und regionale Forschungs- und Innovationsprogramme im Bereich der Material- und Batterietechnologien zu koordinieren und strategisch aufeinander abzustimmen. Durch die enge transnationale Zusammenarbeit leistet M-ERA.NET einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung des European Green Deal sowie zur Förderung nachhaltiger, wettbewerbsfähiger Technologien in Europa.
Die Mission von M-ERA.NET basiert auf der Überzeugung, dass technologische Innovation eine zentrale Voraussetzung für die ökologische Transformation und ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum ist. Das Netzwerk unterstützt Forschungsaktivitäten, die zur Kreislaufwirtschaft und zur Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) der Agenda 2030 der Vereinten Nationen beitragen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Stärkung des Europäischen Forschungsraums (European Research Area, ERA) im Bereich fortschrittlicher Materialien.
Im Rahmen jährlicher gemeinsamer Ausschreibungen fördert M-ERA.NET exzellente, anwendungsorientierte Forschung, erleichtert den Wissenstransfer und unterstützt die Entwicklung nachhaltiger Lösungen in der Materialwissenschaft. Dabei wird die transnationale Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Industrie und weiteren relevanten Akteuren gezielt gestärkt. Ergänzend verfolgt das Netzwerk das Ziel, strategische Programmplanung zu konsolidieren, die Fragmentierung der Forschungsförderung zu reduzieren, internationale Kooperationen auszubauen und die Verwertung von Forschungsergebnissen entlang der gesamten Innovationskette zu unterstützen.
M-ERA.NET nimmt eine Schlüsselrolle bei der Abstimmung nationaler und regionaler Forschungsprioritäten mit industriellen Bedarfen, europäischen politischen Zielsetzungen und globalen Herausforderungen ein. Der ganzheitliche Ansatz des Netzwerks adressiert sämtliche Phasen der Produktentwicklung – von Design und Materialauswahl bis hin zu Herstellungsprozessen. Zentrale Themen sind unter anderem die Erhöhung der Produktlebensdauer, die Reduktion von Energie- und Ressourcenverbrauch, der Ersatz kritischer oder gefährlicher Materialien sowie die Entwicklung leichter, wartungsfreundlicher, reparierbarer und recyclingfähiger Produkte. Darüber hinaus fördert M-ERA.NET Forschung zu biologisch abbaubaren Kunststoffen, nachhaltigem Polymerdesign, digitalisierten Materialentwicklungsprozessen und datengetriebener Modellierung. Auch energiebezogene Fragestellungen, etwa zur effizienten Energiegewinnung, -speicherung und zu leistungsfähigen, umweltfreundlichen Batterietechnologien, sind integraler Bestandteil der Förderaktivitäten.
Das M-ERA.NET-Konsortium wurde 2012 im Rahmen von FP7 gegründet und hat sich seitdem kontinuierlich erweitert. Nach der zweiten Phase (2016–2022) wird das Netzwerk aktuell als M-ERA.NET 3 bis 2026 im Rahmen des Horizon-2020-ERA-NET-COFUND-Programms fortgeführt. Der Verbund umfasst derzeit 49 öffentliche Förderorganisationen aus 35 Ländern, darunter EU-Mitgliedstaaten, assoziierte Länder sowie nicht-europäische Partner. Durch diese breite internationale Aufstellung trägt M-ERA.NET maßgeblich dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit Europas im Bereich der Materialforschung nachhaltig zu stärken.