ERDERA – European Rare Diseases Research Alliance

ERDERA, die European Rare Diseases Research Alliance, ist eine europäische Partnerschaft, die mehr als 170 öffentliche und private Organisationen aus 37 Ländern vereint. Ziel der Allianz ist es, exzellente wissenschaftliche Forschung in konkrete medizinische und gesellschaftliche Verbesserungen für die rund 30 Millionen Menschen in Europa mit einer seltenen Erkrankung zu überführen.

Mit einem geschätzten Gesamtbudget von rund 380 Millionen Euro bis zum Jahr 2031 verfolgt ERDERA das Ziel, einen substantiellen Beitrag zur Prävention, Diagnostik und Therapie seltener Erkrankungen zu leisten. Im Mittelpunkt stehen dabei patientenorientierte Forschungsansätze zur Entwicklung neuer Therapien und diagnostischer Verfahren sowie die gezielte Nutzung von Gesundheits- und Forschungsdaten. Ergänzend setzt ERDERA auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und digitalen Technologien, um innovative, datengetriebene Lösungen im Bereich seltener Erkrankungen zu ermöglichen.

Die Partnerschaft wird als kofinanziertes europäisches Programm umgesetzt. Die Europäische Union beteiligt sich im Rahmen von Horizon Europe mit rund 150 Millionen Euro, während die verbleibenden Mittel von den Mitgliedstaaten, mit Horizon Europe assoziierten Ländern sowie durch finanzielle und sachliche Beiträge öffentlicher und privater Partner bereitgestellt werden. Diese gemeinsame Finanzierung schafft die Grundlage für eine langfristige, nachhaltige Forschungsförderung auf europäischer Ebene.

ERDERA baut auf den erfolgreichen Strukturen und Ergebnissen des European Joint Programme on Rare Diseases (EJP RD) auf und führt diese gezielt weiter. Durch die Bündelung von Expertise, Forschungsinfrastrukturen, Datenressourcen und Förderinstrumenten stärkt ERDERA die europäische Zusammenarbeit im Bereich seltener Erkrankungen und beschleunigt den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die klinische Anwendung – mit dem Ziel, die Versorgung und Lebensqualität von Patientinnen und Patienten nachhaltig zu verbessern.

Homepage - ERDERA

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Aktuelles

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Herausgeber: Markus Krämer, Frank Leypoldt

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Rezension zum „Ratgeber Autoimmune Enzephalitis”

NEMOS Patient:innentag 2025

Datum: 01.10.2025
Tagungsort und Hotel: Sportschule und Bildungsstätte, Frankfurt am Main

DGN-SPECIAL Neuroimmunologie Summer Academy präsentiert von den Netzwerken GENERATE und NEMOS 08.-09. Sept. 2025

In der Evangelischen Akademie Frankfurt und im Hybridformat werden wir aktuelle Erkenntnisse zu autoimmunen Enzephalitiden, paraneoplastischen Syndromen, MOG-Antikörper-assoziierten Erkrankungen (MOGAD), Neuromyelitis optica Spektrumserkrankungen (NMOSD) und myasthenen Syndromen vermitteln.

zur Einladung


Literatur

Translational imaging of TSPO reveals pronounced innate inflammation in human and murine CD8 T cell-mediated limbic encephalitis.

Gallus M, Roll W, Dik A, Barca C, Zinnhardt B, Hicking G, Mueller C, Naik VN, Anstötz M, Krämer J, Rolfes L, Wachsmuth L, Pitsch J, van Loo KMJ, Räuber S, Okada H, Wimberley C, Strippel C, Golombeck KS, Johnen A, Kovac S, Groß CC, Backhaus P, Seifert R, Lewerenz J, Surges R, Elger CE, Wiendl H, Ruck T, Becker AJ, Faber C, Jacobs AH, Bauer J, Meuth SG, Schäfers M, Melzer N. Translational imaging of TSPO reveals pronounced innate inflammation in human and murine CD8 T cell-mediated limbic encephalitis. Sci Adv. 2023 Jun 9;9(23):eabq7595. doi: 10.1126/sciadv. abq7595. Epub 2023 Jun 9. PMID: 37294768; PMCID: PMC10256169.

Crebrospinal fluid proteomics indicates immune dysregulation and neuronal dysfunction in antibody associated autoimmune encephalitis.

Räuber S, Schroeter CB, Strippel C, Nelke C, Ruland T, Dik A, Golombeck KS, Regner-Nelke L, Paunovic M, Esser D, Münch C, Rosenow F, van Duijn M, Henes A, Ruck T, Amit I, Leypoldt F, Titulaer MJ, Wiendl H, Meuth SG, Meyer Zu Hörste G, Melzer N. Cerebrospinal fluid proteomics indicates immune dysregulation and neuronal dysfunction in antibody associated autoimmune encephalitis. J Autoimmun. 2023 Feb;135:102985. doi: 10.1016/j.jaut.2022.102985. Epub 2023 Jan 6. PMID: 36621173.

Cross-reactivity of a pathogenic autoantibody to a tumor antigen in GABAA receptor encephalitis

Brändle SM, Cerina M, Weber S et al. PNAS March 2, 2021 118 (9) e1916337118.

Dieses Paper wurde vom Research4Rare Verbund zum Paper of the Month gewählt und erscheint im April dieses Jahres im BMBF Newsletter!

A Therapeutic Non-self-reactive
SARS-CoV-2 Antibody
Protects from Lung Pathology
in a COVID-19 Hamster Model

Kreye J, Momsen Reincke S, Kornau HC et al.
Cell. 2020 Nov 12;183(4):1058-1069.e19.

CD8+ T-Lymphocyte–Driven Limbic
Encephalitis Results in Temporal Lobe
Epilepsy

Pitsch J, van Loo KMJ, Gallus M et al.
Ann Neurol. 2021; 00:1-20.

Low CSF CD4/CD8+ T-cell proportions are associated with blood-CSF barrier dysfunction in limbic encephalitis.

Hansen N, Schwing K, Önder D, et al. Epilepsy Behav. 2020;102:106682.



Selbsthilfegruppe Autoimmunenzephalitis: